Reiseroute Neuseeland Südinsel Teil 1

Neuseeland

Reiseroute Neuseeland Südinsel Teil 1

Die Route Reiseroute Neuseeland Südinsel Teil 1 im Überblick

**Willkommen beim 1. Teil unserer Reiseroute für die Südinsel Neuseelands.

Wir möchten euch unsere Begeisterung für dieses Land so detailreich wie möglich wiedergeben. Unsere Reiseroute mit beiden Teilen umfasst insgesamt 17 Stationen. Da wir bei Google Maps maximal zehn Stationen zu einer Route zusammenfügen können, haben wir unsere Route in zwei Teile aufgeteilt. Möchtet ihr diese Reiseroute und auch den 2. Teil der Reiseroute über die Südinsel mitnehmen, die euch ab Wanaka bis Christchurch zurückführt, solltet ihr mindestens 21 Tage einplanen.

Für diesen ersten Teil von Christchurch bis Queenstown braucht ihr entsprechend etwa 10 Tage. Wir haben viel Spielraum für Variationen eingebaut, sodass für jedes Reisetempo die passende Kombination dabei ist. Die Vielzahl an Möglichkeiten machen Neuseeland als Reiseziel ja gerade so toll! Wir starten zunächst in Christchurch, wo ihr euch die Anfangstage mit Tagestouren rund um Christchurch vertreiben könnt, wenn ihr etwas mehr Zeit für eure Südinsel Reiseroute habt. Es geht dann Richtung Süden, zum Lake Tekapo, der für seine intensiven Farben berühmt ist, zum majestätischen Mount Cook. Hier solltet ihr unbedingt etwas Zeit zum Wandern einplanen!

Weiter südlich geht bis nach Dunedin, eine Stadt, die vor allem als Studentenstadt bekannt ist und sich mit der steilsten Straßen der Welt einen Namen gemacht hat. Auf dem Weg könnt ihr mit Glück Pinguine in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Unsere Reiseroute über die Südinsel wendet sich nun ins Landesinnere. Mit mehr Reisezeit empfehlen wir dir aber einen Abstecher in die Catlins und ins ruhige Southland. Die Letzte Station dieser Reiseroute über die Südinsel Neuseelands ist dann Queenstown. Die Stadt ist bekannt für ihr wildes Nachtleben und diverse Funsportangebote. Wer hier noch etwas mehr Zeit verbringen möchte, sollte sich unsere Ergänzungsroute für die Strecke zwischen Queenstown und Wanaka anschauen! Und nun viel Spaß beim Planen eurer Traumreise!

Basis unserer Route ist die Umrundung der Südinsel entlang der Küsten, was wohl auch die beliebteste Reiseroute ist. Im ersten Teil geht es von Christchurch durch die Canterbury Plains, ins Landesinnere zu den Gletscherseen Tekapo und Pukaki sowie zum Gletschergebiet des Mount Cook, dem höchsten Berg Neuseelands. Über einen Schlenker zurück an die Ostküste nehmen wir auf dem Weg durch Dunedin bis an den Nugget Point in den Catlins sehr bekannte Photomotve mit. Daraufhin geht nach Westen bis nach Te Anau. Von hier aus habt ihr viele Möglichkeiten die umliegende Natur des Southlands mit dem weltberühmten Milford Sound zu erkunden. Enden tut der erste Abschnitt unserer Route dann nach einem Besuch der Adrenalin-Hochburg Queenstown im bezaubernd schönem Wanaka.

Hier findet ihr eine Google-Karte der Route mit allen Etappen. Weiter unten findet ihr die einzelnen Etappen genauer beschrieben zum ein- und ausklappen. Hier in der Karte könnt ihr mehr über die einzelnen Etappen erfahren, indem ihr links oben in der Ecke auf das kleine Symbol klickt. Dann öffnet sich ein Menü, in welchem ihr ganz einfach die Highlights der einzelnen Etappen ein- und wieder ausblenden könnt. Klickt einfach auf das jeweilige Icon, um mehr über ein bestimmtes Highlight zu erfahren. Um eine größere Karte zu erhalten, klickt ihr oben rechts auf das Symbol.

Alle Highlights, welche wir in der Karte in Rot markiert haben, liegen direkt auf unserer Hauptroute. Dies sind gleichbedeutend unsere Empfehlungen. Alle Highlights in Orange sind zusätzliche Highlights, für welche ihr aber auch immer etwas mehr Zeit einplanen müsst, da sie weiter von der Route abweichen.

Reiseroute Neuseeland Südinsel Teil 1
Neuseeland
9Etappen
1477 kmDistanz
22 h 35 mFahrzeit
9Stopps

Routenkarte

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Etappen & Stopps

1. Christchurch - Lake Pukaki
Camper278 km3 h 15 min

Christchurch - Lake Pukaki

Lake Pukaki, Mount Cook, Lake Tekapo, Canterburry, Camper Neuseeland

Lake Tekapo & Lake Pukaki

Auf eurer ersten Fahrt in Neuseeland geht es von Christchurch direkt durch die Canterbury Plains, über den Lake Tekapo zum Lake Pukaki, wo es einen schönen, direkt am See gelegenen Freedom Camping Spot gibt. Dieser ist allerdings stark frequentiert. Dennoch sehr schön, kostenlos und erlaubt, sofern man self-contained ist.

Der Weg von Christchurch durch die Canterbury Plains ist sicherlich der unspektakulärste Abschnitt gleich zu Beginn. Da es allerdings die erste Strecke ist, ist eine Gewöhnung an die neue Umgebung dennoch mit vielen Eindrücken und interessanten Entdeckungen hier und da verbunden. Wir halten uns auf diesem Streckenabschnitt demnach auch nicht lange auf und fahren die Strecke bis zum Lake Tekapo möglichst durch. In Rolleston außerhalb von Christchurch finden wir alle großen Supermärkte, sodass ihr euch mit Lebensmitteln eindecken könnt. Sofern eine Pause unterwegs nötig wird, können wir von unserer letzten Reise das Geraldine Orchard Farmshop Cafe sehr empfehlen, besonders, wenn Kinder mitreisen. Es bietet eine gute, frische Küche und die Möglichkeit ein paar lokale, hochwertige Lebensmittel einzukaufen. Das Cafe liegt auf der linken Straßenseite am Ortseingang von Geraldine. Durch eine Hüpfburg im Garten für die Kinder ist es auch nicht zu übersehen.

Wer die Scenic Route durch das Inland über Mount Hutt sowie Mount Somers nimmt und nicht die ganze Strecke fahren möchte, findet am Lake Opuha mehrere schöne und kostenlose Campingmöglichkeiten direkt am See.

Lake Tekapo und Lake Pukaki haben bei direkter Sonneneinstrahlung eine unglaubliche türkise Farbe und dienen als bekanntes Fotomotiv. Das Farbspektrum unterscheidet sich je nach Sonnenstärke und Einfallwinkel. Die markante Färbung wird durch im Wasser befindlichen Partikel hervor gerufen, welche durch die Gletscherbewegungen von Stein zu Staub gemahlen und den Seen zugeführt wurden. Am Ende des Lake Tekapos steht die "Church of the Good Shepherd", ebenfalls ein begehrtes Fotomotiv. So beliebt, dass sie nun leider ein Zaun vor zu aufdringlichen Touristen schützen muss. Die Tore stehen allerdings in bestimmten Zeiten offen, sodass das Gelände zugänglich ist.

Erwähnenswert bleibt für Tekapo, dass es hier eine Sternwarte der University of Canterbury gibt. Durch die Abgeschiedenheit Neuseelands und vor allem die wenigen künstlichen Lichteinflüsse in dieser Region, verspricht ein Besuch ein atemberaubendes Erlebnis. Den Nachthimmel sieht man nirgendwo besser als hier. Wer mehr Zeit hat findet mit den Tekapo Springs einen guten Ort zum Entspannen. Zum Übernachten fahren wir die weiteren 30 Minuten bis zum Lake Pukaki Overnight Campervan Parking.

2. Lake Pukaki - Aoraki/Mount Cook
Camper52 km40 min

Lake Pukaki - Aoraki/Mount Cook

Mount Cook, Aoraki, Neuseeland Camper mieten, Neuseeland Route

Vom Lake Pukaki weiter zum Mount Cook

Nach einem kleinen Spaziergang am Lake Pukaki geht es Richtung Aoraki/Mount Cook. Der mit 3724m höchste Berg Neuseelands thront bereits vom Übernachtungs-Spot sichbar über dem Lake Pukaki. Um in den gleichnamigen Nationalpark zu gelangen, fahren wir knapp 40 Minuten entlang am Lake Pukaki in Richtung der Berge. Direkt hinter Ben Ohau könnt ihr an einer Lavendel-Farm halten. Ansonsten genießt ihr die tollen Aussichten auf der Fahrt und haltet bei Glentanner für ein Foto.

Hooker Valley Track

Am Ende des Highway 80 liegt das kleine Aoraki/Mount Cook Village mit dem historischen Hotel The Hermitage. Hier stehen euch zwei mittellange Wanderrouten zur Verfügung. Der Hooker Valley Track ist gut ausgebaut, leicht zu laufen und führt am Mueller Lake entlang über drei Hängebrücken zum Hooker Lake (Gletschersee). Von dort aus führt der Track den selben Weg zurück. Der Track ist stark frequentiert, aber dennoch schön zu laufen. Hin und zurück braucht ihr ungefähr vier Stunden. Alternativ geht ihr vom Mueller Lake nach links Richtung Sealy Tarns Viewpoint oder sogar bis zur Mueller Hut. Diese ist aber nur im Sommer zugänglich. Aufgrund von Wind sollte Regenkleidung hier definitiv mitgenommen werden. Auch Verpflegung sollte man sich vorbereiten. Jeglichen Müll muss man wieder mitnehmen.

Wer mehr Zeit hat, fährt zusätzlich auf der Tasman Valley Road Richtung Tasman Lake. Am Ende werdet ihr mit tollen Aussichten auf den Tasman Glacier belohnt. Übernachten könnt ihr dort direkt am White Horse Hill Campground vom DOC. Dies ist vielmehr ein Parkplatz, dafür aber mit tollen Aussichten. Diesen Campingplatz solltet ihr online auf der Website vom DOC vorbuchen. Alternativ verbringt ihr die Nacht am Lake Pukaki oder fahrt noch die nächste Etappe.

3. Mount Cook - Oamaru
Camper209 km2 h 30 min

Mount Cook - Oamaru

Blue Penguins, Pinguine, Oamarau Neuseeland

Vom Mount Cook wieder an die Ostküste

Nach eurem Besuch am Mount Cook fahren wir wieder Richtung Ostküste nach Oamaru. Auf der Strecke durch das Landesinnere passieren wir die Ortschaften Twizel, Omarama und Otematata am Lake Benmore. Bei gutem Wetter könnt ihr euch auf der Benmore Peninsula die Beine vertreten und ein schönes Foto beim Aviemore Staudamm schießen. Dann geht es entlang des Waitaki Rivers bis nach Oamaru.

Sehenswürdgigkeiten in Oamaru

In Oamaru gibt es im Bereich des Hafens die Oamaru Blue Penguin Colony (Zwergpinguine). Südlich der Stadt befindet sich eine Kolonie von Gelbaugen-Pinguinen. Zudem kann man am Strand nach Einbruch der Dunkelheit vereinzelt Pinguine auf dem Weg zu ihren Nestern beobachten. Dies könnt ihr auch im Rahmen einer Pinguin-Tour Der Oamaru Lookout Point eignet sich auch als Ausgangspunkt für die angrenzenden Wanderwege entlang der Küste.

4. Oamaru - Dunedin
Camper120 km2 h 30 min

Oamaru - Dunedin

Dunedin, Bahnhof, Blumenwiese

Moeraki Boulders

Auf diesem Streckenabschnitt lohnt es sich, besonders früh aufzustehen. Der Sonnenaufgang an den Moeraki Boulders gibt ein sehr bekanntes Fotomotiv. Die Moeraki Boulders sind von Oamaru aus nach einer halben Stunde erreicht. Es handelt sich dabei um große, kugelförmige Steine, welche am Strand von Koekohe im Meer liegen. Neuseeland ist das erste Land, welches den neuen Tag begrüßt. Viele Möglichkeiten, den Sonnenaufgang zu beobachten, wird es nicht mehr geben. Und besser als hier...?

Dunedin

In Dunedin angekommen hat man nun den ganzen Tag Zeit, um die Stadt zu erforschen. In einer der größeren Städte des Landes könnt ihr gemütlich durch die Fußgängerzone der Altstadt schlendern.

Otago Peninsula

Wer weniger Stadt und mehr Natur möchte, kann die kurvige Straße direkt am Wasser auf die Dunedin Peninsula fahren. Hier könnt ihr bspw. den Sandymount Loop Track laufen. Es handelt sich dabei um einen einfach zu laufenden Rundweg von 2,5 km mit tollen 360° Aussichten. Zudem kommt man an den natürlichen Highlights "The Chasm" und "Lovers Leaps" vorbei. Die Akaroa Peninsula bietet neben kleinen, kurvigen Straßen und niedlichen Stadtteilen zudem noch das Royal Albatross Centre ganz am östlichen Ende am Meer.

5. Dunedin - Nugget Point
Camper105 km1 h 30 min

Dunedin - Nugget Point

Nugget Point, Lighthouse, Catlins New Zealand, Campervan

Von Dunedin in die Catlins

Von Dunedin aus geht es nun von der Ostküste einmal durchs Land an die Westküste der Südinsel. Somit gilt es Strecke zu machen! Viel Autofahrerei durch wunderschöne Landschaften mit vielen Möglichkeiten, sich bei kleinen Wanderungen die Beine zu vertreten. Wir haben auf dem Weg von Dunedin nach Te Anau noch eine Nacht in den Catlins als Zwischenstopp eingefügt. Wer nicht genug Zeit hat, kann hier allerdings auch direkt nach Te Anau fahren.

Auf zum Nugget Point Lighthouse

Für unsere Variante fahren wir kurz nach Balclutha links in Richtung des Nugget Points in die Catlins. In dieser Region findet ihr grüne Wiesen, Regenwald und viele bedrohte Vogelarten. An den rauen Steilküsten prallen die Wellen vom Südpazifik tosend ab. Viele Reisende, die in den Catlins waren, beschreiben eine ganz eigene Stimmung dieses Ortes. Am Nugget Point und dem berühmten Leuchtturm tummeln sich viele Seevögel wie zum Beispiele Pinguine, Basstölpel und Löffler. Auch eine Kolonie von neuseeländischen Seebären ist dort zu finden. Diese könnt ihr auch in der nicht weit entfernten Cannibals Bay entdecken. Wer etwas spazieren möchte, wandert von hier bis zum Jack's Blowhole: ein 55 m tiefes und etwa 200 Meter vom Meer entferntes Loch, welches durch einen Tunnel direkt mit dem Pazifik verbunden ist. Die starken Wellen treiben das Wasser bis hier hin und lassen es teils imposant bis nach oben schießen. Benannt ist es nach dem Anführer des lokalen Maori-Stamms Tuhawaiki. Sein Spitzname lautete Bloody Jack. Auch der kleine Spaziergang zu den Purakaunui Falls ist von hier nicht weit entfernt und sehr empfehlenswert.

6. Nugget Point - Te Anau
Camper237 km4 h

Nugget Point - Te Anau

Te Anau, Fiordland Nationalpark, Southland, Neuseeland Camper, Neuseeland Route

Von Te Anau das Fiordland entdecken

Nach unserem Aufenthalt in den Catlins geht es durchs Landesinnere in Richtung Westen. Über die Orte Gore und Lumsden geht es bis nach Te Anau am gleichnamigen Lake. Die Strecke ist 237 Kilometer lang. Ihr solltet ungefähr vier Stunden für diese Strecke einplanen, auf welcher es bis auf viele Wiesen und einige Schafe nicht all zu viel zu sehen gibt. Der kleine verschlafene Ort Te Anau ist dann das Tor zu allen Highlights des Southlands. Das Southland ist die süd-westlichste Region Neuseeland und steht für hohe Niederschläge, grüne Natur und zerklüfte Sounds mit steilen Klippen. Diese finden wir vor allem im Fiordland National Park. Bei Sounds handelt es sich um Meeresarme, Meerengen oder Meeresstraßen. Die zwei berühmtesten Vertreter sind der Milford Sound und der Doubtful Sound.

Te Anau Sehenswürdigkeiten

In Te Anau gilt es sich vor allem für anstehende Abenteuer in der Natur vorzubereiten und zu verschnaufen. Informiert euch im Visitor Centre des DOC über mögliche Unternehmungen und die aktuellen Wettervorhersagen. Anschließend könnt ihr euch die Beine etwas bei einem Spaziergang in Richtung des Kepler Track Carparks direkt am See vertreten. Direkt außerhalb von Te Anau startet nämlich der Kepler Track, einer der Great Walks Neuseelands. Lauft ihr diesen Rundtrack komplett, seid ihr drei bis vier Tage unterwegs. Ihr könnt aber auch eine Tagesetappe mit Return laufen.

7. Te Anau - Milford Sound
Camper120 km3 h

Te Anau - Milford Sound

Milford Sound, See, Wolken, Te Anau, Bootstour

Die Straße zum Milford Sound

Der Milford Sound gilt als eine der spektakulärsten Landschaften der Welt. So sollte er in jedem Fall auf eurer Liste für Neuseeland stehen. Den Sound selber erkundet ihr am besten mit einer Bootstour. Diese solltet ihr von Te Anau aus buchen. In Te Anau solltet ihr euch auch unbedingt über die aktuellen Wettervorhersagen und Straßenkonditionen informieren. Die Strecke zum Milford Sound ist zwar spektakulär, aber dementsprechend ebenso gefährlich. Von Te Anau aus sind es ungefähr 120 Kilometer Strecke, für die ihr mindestens zwei bis vielleicht sogar drei Stunden einplanen solltet. Die reine Fahrzeit vom Cascade Creek Campingplatz nach Milford Sound beträgt eine dreiviertel Stunde, falls ihr hier bereits die Nacht verbracht habt. Der Weg durch den Fiordland Nationalpark ist sehr schön und bietet einen Fotostopp nach dem anderen, wodurch man getrost etwas mehr Zeit einplanen kann. Auf der anderen Seite ist es ein und der selbe Weg, den man vom Milford Sound später wieder zurückfährt. So kann man auch den Rückweg entsprechend entspannt angehen und seine gewünschte Bootstour zeitlich etwas besser planen.

Da man am Milford Sound einen durchschnittlichen Jahresniederschlag von 6700mm hat, sollte man sich auf einen Regentag einstellen, was aber auch nicht weiter schlimm ist. Die unzähligen Wasserfälle sind während und nach Regenfällen noch beeindruckender. Es handelt sich um eine Regenwald-Region, welche durch den Regen erst wirklich "erweckt" wird. Aber auch bei Sonnenschein hat der Milford Sound seinen Charme und natürlich können auch hier tolle Aufnahmen entstehen.

Mirror Lake & Eglington Valley

Die Fahrt von Te Anau aus startet in einer weiten Ebene. Die Straße führt in Richtung der Berge abwechselnd durch Lichtungen und dichte Wälder. Immer wieder führt die Straße für kurze Abschnitte am Eglington Fluss entlang. Einen ersten Fotostopp könnt ihr im Eglinton Valley einlegen. Hier habt ihr tolle Aussichten auf die umliegenden Berge, die während der Fahrt immer näher kommen. An den Mirror Lakes habt ihr bei gutem Wetter tolle Spiegelbilder der umliegenden Berge. Kurz hinter dem Cascade Creek Campingplatz könnt ihr euch auf dem Lake Gunn Nature Walk die Beine vertreten. Etwas weiter startet auf der rechten Straßenseite der berühmte Routeburn Track - einer der Great Walks Neuseeland. Der nächste Fotostopp steht am Hollyford Valley Lookout an, wo ihr eine fantastische Aussicht aufs Tal habt.

Lake Marian & Gertrude Valley

Es ist fast schon schade, dass die meisten Reisenden die Strecke von Te Anau zum Milford Sound in ,,nur" zwei Stunden fahren. Die Region bietet euch unheimlich viele Wanderrouten, die in verschiedene Himmelsrichtungen von hier aus starten. So könnt ihr ohne Probleme auch mehrere Tage füllen. Zwei der kurzen Wanderrouten auf dem Weg führen euch zum Lake Marian sowie durch das Gertrude Valley. Zum alpinen Marian-See lauft ihr auf einem 3-Stunden-Return Weg. Fortgeschrittene Wanderer können bei guten Bedingungen bis zum Gertrude Saddle laufen.

Homer Tunnel & The Chasm

Was euch nun noch von eurem Abenteuer am Milford Sound trennt, ist ein gigantisches Bergmassiv, das es zu überwinden gilt. Glücklicherweise gibt es dafür an dieser Stelle einen Tunnel. Der Homer Tunnel ist nochmals eine aufregende Etappe. Da der Tunnel einspurig ist, kann es sein, dass ihr an einer Ampel vor dem Tunnel warten müsst. Wenn die Ampel auf Grün umspringt, begebt ihr euch in den dunklen Tunnel. Das Wasser tropft hier von der Decke. Es geht spürbar bergab. Am anderen Ende des Tunnels warten zu jeder Ecke gigantische Felswände auf euch. Wenn es regnet, seht ihr nun gefühlt Millionen kleiner Wasserfälle - ein wahrlich atemberaubendes Naturschauspiel. Einen nächsten Halt solltet ihr noch bei ,,The Chasm" machen. Dies ist eine Schlucht, zu welcher ein 20-minütiger Rundweg führt. Als Highlight habt ihr hier sehr gute Chancen die frechen Keas von Nahe zu sehen.

Ende der Milford Road mit Blick auf den Mitre Peak

Am Ende der Milford Road wartet die berühmte Bootstour durch den Milford Sound auf euch. Autos und Camper könnt ihr kostenlos auf dem ersten Parkplatz parken, von wo es ca. 20 Minuten zu Fuß bis zum Terminal sind. Etwas weiter vorne gibt es auch einen kostenpflichtigen Parkplatz. Reisebusse von geführten Touren kommen noch etwas näher an den Hafen heran. Von hier seht ihr bereits den berühmten Mitre Peak. Nun gilt es nur noch für die Bootstour einzuchecken und zu genießen. Wer noch Zeit hat, kann auch entlang des Ufers spazieren und schon mal erste Eindrücke der beeindruckenden Landschaft gewinnen. Die besten Sichten habt ihr dann aber vom Wasser. Die Bootstouren dauern zwischen 1:45 Std. und 3 Stunden. Nun gilt es Kamera raushohlen und zurücklehnen. Aber Achtung - vielleicht werdet ihr nass! Weitere Informationen findet ihr auf der Website vom Milford Sound.

8. Milford Sound - Queenstown
Camper288 km4 h

Milford Sound - Queenstown

Queenstown, Halbinsel, Lake Wakatipu, Sonnenaufgang

Queenstown Sehenswürdigkeiten

Der Weg zurück führt uns wieder bis nach Te Anau und von dort dann weiter nach Queenstown. Mit Pausen solltet ihr für die 245 Kilometer vom Cascade Creek Campingplatz rund 3,5 Stunden Fahrtzeit einplanen. Dafür werdet ihr auf der Strecke bereits mit dem Lake Wakatipu sowie dem Devil's Staircase Lookout belohnt.

Bungee Jumping und Wandern in Queenstown

Queenstown gilt als Party- und Adrenalinstadt. Abends findet man sicher eine geeignete Lokalität für ein oder zwei Getränke, nachdem man tagsüber die ansässigen Anbieter einer Fülle von adrenalinlastigen Freizeitmöglichkeiten wie Bungee Jumping, Jetboot fahren, Fallschirm springen etc. voll ausgekostet hat. Einen guten ersten Überblick bekommt ihr auf einer Fahrt mit der Skyline Gondola. Wer möchte erkundet von hier hier den Ben Lomond Track. Mit dem AJ Hacket Bungy an der Kawarau Bridge (43m) und dem Nevis Bungy (134m) gibt es hier in Queenstown sowohl den weltweit ältesten als auch höchten Bungy-Sprung. Aber auch für ruhige und entspannte Tage hat Queenstown etwas zu bieten. Weinliebhaber kommen rund um Gibbston auf ihre Kosten und haben einige Weingüter zur Auswahl. Rund um Queenstown stehen zudem viele Fahrradrouten zur Verfügung - von Mountain Bike bis entspannt im Hemd umherradeln sind alle Strecken dabei! Wie wäre es zum Beispiel mit einer Fahrt ins Goldgräberstädtchen Arrotwown auf dem Queenstown Cycle Trail ?

Die Kulinarik Queenstowns am Fergburger probieren

Bevor man Queenstwon dann wieder verlässt, sollte man sich noch fragen, ob man am Probieren des wohl weltweit berühmtesten Burgers - dem Fergburger - vorbei kommt. Hier steht ihr allerdings lange an. Auch sonst ist das Stadtzentrum von Queenstown mit seiner Lebendigkeit ein angenehmer Kontrast, nachdem man bereits einige Zeit in der Natur Neuseelands unterwegs war. In den Wintermonaten ist Queenstown der Hotspot Neuseelands. Mit unzähligen Skigebieten im direkten Umland ist Queenstown der perfekte Ausgangs- und Partymittelpunkt.

9. Queenstown - Wanaka
Camper68 km1 h 10 min

Queenstown - Wanaka

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Vom Roys Peak aus den Lake Wanaka bestaunen

Die Fahrt von Queenstown nach Wanaka ist nicht besonders lang. Dabei geht es auf direktem Wege über die Crown Range Road, welche noch einige schöne Ausblicke auf die Region rund um Queenstown bietet. Im Winter ist diese Straße teilweise aufgrund von Schneefall gesperrt, sodass ihr die längere Route über Cromwell außenherum nehmen müsst. Nicht jeder Vermieter erlaubt die Crown Range Road. Informiert euch auch hier lieber rechtzeitig beim Vermieter oder über uns.

Mit den Kindern in die Puzzling World

Das Städtchen Wanaka ist am gleichnamigen See gelegen und bietet in der Umgebung oder direkt in Wanaka selbst einige Möglichkeiten, den Tag aktiv zu verbringen. Besonders bei regnerischem Wetter bietet sich Puzzling World an. Hier werden die Sinne in mehreren Räumen auf die Probe gestellt. Viele optische Illusionen stellen die Besucher vor Rätsel oder lassen sie erstaunt und belustigt zurück. Ein großes, im freien gelegenes Labyrinth kostet den Besuchern letztendlich neben der vielen Umherlauferei noch einige Nerven. Den Spaß ist es aber wert.

Direkt gegenüber von Puzzling World befindet sich ein öffentlicher Parkplatz, den man als Ausgangspunkt für eine Wanderung auf dem Mount Iron Loop Track nutzen kann. Auf dem Rundweg begegnet man vielen Einheimischen, welche die 4,5 km lange Strecke als Trainingseinheit mit oder ohne Hund ablaufen. Der Weg führt auf das 250 Meter hohe Plateau des Mount Iron. Von dort hat man einen guten Ausblick auf den Lake Wanaka und die umliegende Ebene. Dieser Track empfiehlt sich besonders mit Kindern (die vor dem Besuch von Puzzling World noch etwas Auslauf brauchen). Von oben hat man dann schon das zuvor angesprochene Puzzling World in Sicht, wodurch der Rückweg dann schon leichter fällt.

Wandern in und rund um Wanaka

Deutlich spektakulärer wird die Aussicht vom Roys Peak. Dieser Weg ist dann allerdings schon 16 km lang (Return) und bedarf ca. 5-6 Stunden Zeit. Am Gipfel des Roys Peak teilt man sich die Aussicht allerdings häufig mit sehr vielen Touristen, die Schlange stehen, um "das Foto" von der unbeschreiblich schönen Aussicht über die anliegenden Seen und Berge zu schießen. Entkommen könnt ihr dem, indem ihr früh aufsteht und zu Sonnenaufgang oben auf dem Berg seid. Wer es etwas ruhiger, kürzer und nicht ganz so spektakulär braucht, der ist mit den Wanderungen am Diamond Lake & Rocky Mountain bestens aufgehoben. Wie es der Name schon sagt, kommt man an einem kleinen See vorbei, der durch seine starken Spiegelungen eine besondere Strahlkraft hat. Verschiedene Wanderwege mit unterschiedlichen Laufzeiten nicht länger als drei Stunden, führen auf und um den Berg und bieten ebenfalls gute Ausblicke auf den Lake Wanaka.

Das perfekte Foto am Ufer Lake Wanaka schießen

Und zu guter Letzt kann man sich natürlich auch noch daran machen den berühmten, im Wasser stehenden "Wanaka Tree" zu finden. Dieser dient besonders oft als Fotomotiv. Auch Wanaka bietet an der Uferpromenade einige Lokalitäten mit guter Aussicht. Da in Wanaka Freedom Camping verboten ist, fahren wir weiter zum DOC Campingplatz am Ende des Sees. Dabei kommen wir zunächst an den Lake Hawea, welchen wir auf der weiteren Fahrt auf unserer rechten Seite haben. Nach einiger Zeit erscheint dann der Lake Wanaka wieder links und wir folgen der sich windenden Uferstraße bis zur Boundary Creek Campsite, die wunderschön auf einer kleinen Halbinsel liegt. Alternativ gibt es aber auch in Wanaka direkt drei kostenpflichtige Campingplätze.