ArtikelIsland: Diamond Beach - der magischste Ort des Landes
Eine schwarze Sandfläche direkt an einer Meereslagune und glitzernde Eisberge, die an Diamanten erinnern - das ist der Diamond Beach. Dieser Ort ist magisch und wunderschön. Während du spazieren gehst kannst du die blauen, schwarzen, weißen und durchsichtigen Eisberge beim langsamen Schmelzen beobachten. Wir klären einige Fragen rund um den beliebten und sehenswerten Diamond Beach – Los geht’s!

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- Wie kommst du zum Diamond Beach?
- Wie ist der Diamond Beach entstanden?
- Wann solltest du den Diamond Beach am besten besuchen?
- Camper für Island
- Was solltest du am Diamond Beach beachten?
- Fragen zum Diamond Beach
- Interessante Orte in der Nähe des Diamond Beach
- Lust auf mehr von Island?
- Fehlt nur noch der passende Camper!
Wie kommst du zum Diamond Beach?
Islands berühmter Diamond Beach liegt im Südosten der Insel und ist von Reykjavík aus 4,5 bis 5 Stunden Fahrzeit entfernt. Von Vík benötigst du etwa 2 bis 2,5 Stunden. Der Strand befindet sich direkt an der Ringstraße (Route 1) gegenüber der Jökulsárlón-Gletscherlagune und ist daher leicht erreichbar.
Um dorthin zu gelangen, folgst du einfach der Ringstraße Richtung Osten. Kurz vor der Lagune überquerst du eine einspurige Brücke; unmittelbar danach befinden sich Parkmöglichkeiten für Besucher sowohl der Lagune als auch des Strandes. Beide Sehenswürdigkeiten liegen nur wenige Schritte voneinander entfernt und lassen sich ideal miteinander kombinieren.
Der „Diamond Beach“ ist in Island kein offizieller Name, sondern ein relativ neuer, touristisch geprägter Begriff. Die Isländer selbst sprechen meist von Breiðamerkursandur oder auch Fellsfjara.
Wie ist der Diamond Beach entstanden?
Der schwarze Sand vom Diamond Beach besteht aus dunklem Vulkangestein, das über Jahrhunderte von Gletscherflüssen und dem Meer abgenutzt wurde. Die peitschenden Wellen brechen die verhärteten Lavafragmente auf, was so einem atemberaubenden feinen, schwarzen Sandstrand führt. Die Eisberge, die sich am Diamond Beach sammeln, lösen sich vom Breiðamerkurjökull-Gletscher und fallen in die Jökulsárlón-Gletscherlagune. Die Meeresströmungen tragen die Eisberge dann entweder ins Meer hinaus oder spülen sie an den Diamond Beach, wodurch einer der exotischsten und schönsten Strände Islands entsteht.
Am Diamond Beach findest du drei verschiedene Arten von Eisbergen: Neben blau und grün schimmernden Eisbergen gibt es klare weiße Eisberge und Eisberge mit schwarzen oder grauen Streifen.
- Weiße oder klare Eisberge entstehen, wenn sich im Eis Blasen bilden. Da der Schnee komprimiert wird reflektieren die Blasen alle Wellenlängen des Lichts und lassen das Eis weiß erscheinen.
- Blaue oder grüne Eisberge entstehen dann, wenn sich der Eisberg unter Wasser bildet und Luftblasen im Eis eingeschlossen sind. Dieses dichtere Eis absorbiert rotes Licht, reflektiert jedoch blaues und grünes Licht und verleiht den Eisbergen damit ihr wunderschöne Farben.
- Eisberge mit schwarzen oder grauen Streifen sind ein direktes Produkt der vulkanischen Vergangenheit Islands. Diese Eisberge entstanden während eines Vulkanausbruches und fingen Asche im komprimierten Schnee.
Wann solltest du den Diamond Beach am besten besuchen?
Die Jökulsárlón-Gletscherlagune friert aufgrund ihres ständigen Wasseraustauschs mit dem Atlantik nicht zu. Dadurch ist auch der nahegelegene Diamond Beach ganzjährig zugänglich. Dennoch unterscheiden sich Sommer und Winter deutlich in ihrer Atmosphäre und den Möglichkeiten vor Ort.
Im Sommer ist der Strand besonders leicht erreichbar und angenehm zu besuchen. Die Straßenverhältnisse sind stabiler und das Wetter milder. Zudem laden die langen Tage dazu ein, sich ausgiebig Zeit zu nehmen. So lässt sich der Besuch ideal mit weiteren Stopps entlang der Südküste verbinden. Ein kleiner Nachteil: Durch die höheren Temperaturen schmelzen die Eisberge schneller. Da die die isländischen Sommer vergleichsweise kühl bleiben, ist dieser Effekt meist nur dezent spürbar.
Im Winter entfaltet der Diamond Beach eine ganz eigene, märchenhafte Stimmung. Die Eisblöcke bleiben länger erhalten und wirken oft klarer und kontrastreicher auf dem schwarzen Sand. Zudem hat man die Chance auf besondere Erlebnisse: Mit etwas Glück tanzen die Polarlichter über dem Strand und tauchen die Szenerie in ein spektakuläres Lichtspiel. Auch Eishöhlen in der Umgebung können jetzt besucht werden – ein Erlebnis, das ausschließlich den Wintermonaten vorbehalten ist.
Allerdings erfordert diese Jahreszeit mehr Planung: Die Straßen sind anspruchsvoller zu befahren und die wenigen Stunden Tageslicht begrenzen die Zeit vor Ort. Gleichzeitig liegt genau darin auch ein Vorteil, denn die frühe Dunkelheit macht es umso einfacher, einen Besuch am Strand mit der Beobachtung der Nordlichter zu verbinden.
Wann ist die beste Tageszeit für einen Besuch?
Früh morgens oder spät abends. Dann ist das Licht besonders weich und die Eisblöcke funkeln am intensivsten. Gleichzeitig sind weniger Besucher vor Ort, was die Atmosphäre noch besonderer macht.
Camper für Island
Was solltest du am Diamond Beach beachten?
Abfall – Auf dem tiefschwarzen Sand fällt selbst das kleinste Stück Müll sofort ins Auge. Gerade diese unberührte Landschaft lebt von ihrer Reinheit und davon, dass Besucher respektvoll mit ihr umgehen. Hinterlasse den Strand so, wie du ihn vorfinden möchtest: sauber und ursprünglich. Was du mitbringst, nimmst du auch wieder mit.
Wellen – Der Strand wirkt oft ruhig, fast friedlich, doch dieser Eindruck kann täuschen. Die Wellen sind kraftvoll und die Strömungen unberechenbar. Immer wieder rollen sogenannte „Sneaker Waves“ plötzlich weiter an Land, als man erwartet. Halte daher unbedingt Abstand zur Wasserkante und unterschätze die Dynamik des Atlantiks nicht.
Kleidung – Das Wetter kann hier innerhalb kürzester Zeit umschlagen. Selbst ein sonniger Sommertag kann sich schnell in kühle, windige Bedingungen verwandeln. Setze daher auf wasserfeste Kleidung und das bewährte Zwiebelprinzip: mehrere Schichten, damit du flexibel auf Temperatur- und Wetterwechsel vorbereitet bist.
Klettern – So verlockend es erscheinen mag: Verzichte unbedingt darauf, auf die Eisblöcke zu klettern. Ihre Oberflächen sind extrem rutschig, die Kanten oft so scharf wie Glas. Besonders gefährlich wird es in Wassernähe, dort können sich die Eisbrocken plötzlich bewegen oder kippen und dich ernsthaft gefährden. Aus gutem Grund ist das Klettern streng untersagt und kann mit hohen Strafen geahndet werden. Zudem bringst du nicht nur dich selbst, sondern im Ernstfall auch andere in Gefahr, die zu einer Rettung gezwungen wären.
Fragen zum Diamond Beach
Interessante Orte in der Nähe des Diamond Beach
Wie wäre es den Besuch beim Diamond Beach mit einer weiteren Sehenswürdigkeit zu kombinieren. In der Region gibt es sehr viel zu erleben. Einige interessante Orte haben wir für dich zusammengetragen:
Die Gletscherlagune Jökulsárlón
Die Jökulsárlón-Gletscherlagune liegt nur etwa einen Kilometer vom Diamond Beach entfernt und ist ein absolutes Highlight der Region. Sie wird vom Breiðamerkurjökull gespeist, dessen Eisberge durch die Lagune treiben und schließlich im Ozean oder am Diamond Beach landen.
Mit etwas Glück lassen sich hier auch Robben und Seevögel beobachten. Jökulsárlón-Gletscherlagune gilt als eine der eindrucksvollsten Gletscherlagunen der Welt. In Kombination mit dem nahegelegenen Diamond Beach entsteht ein Naturerlebnis, das durch seine besondere Schönheit und Dynamik lange in Erinnerung bleibt.
Weitere spannende Orte in der Nähe:
- Foss á Siou Wasserfall
- Breiðamerkurjökull-Gletscher
- Eiskristallhöhle in Europas größtem Gletscher Vatnajökull
- Hvannadalshnúkur, höchster Berg in Island
- Kirche Hofskirkja
- Svartifoss-Wasserfall
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