ArtikelSehenswürdigkeiten in Island
Island gehört zu den faszinierendsten Reisezielen Europas. Gewaltige Wasserfälle, aktive Vulkane, pulsierende Nordlichter, heiße Quellen und eine unberührte Natur machen die Insel zu einem echten Abenteuerziel. Besonders mit dem Camper oder Mietwagen lässt sich Island flexibel erkunden und sorgt hinter jeder Kurve für neue Highlights. Hier findest du unsere Top Sehenswürdigkeiten in Island, die bei keiner Rundreise fehlen sollten.

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- Die Ringstraße - die schönsten Naturhighlights auf einer Route
- 1. Reykjavík – Islands lebendige Hauptstadt
- 2. Der Golden Circle - Island an einem Tag
- 3. Die Südküste Islands - vielseitige Landschaften
- 4. Der Osten Islands – Fjorde, Wasserfälle und der Stuðlagil Canyon
- 5. Der Norden Islands und der Mývatn-See
- 6. Die Westfjorde - wenn die Einsamkeit ruft
- 7. Die Halbinsel Snæfellsnes - das "Mini Island"
- 8. Landmannalaugar – Islands farbenfrohes Hochland
- Islands Flora und Fauna
- Weitere Besonderheiten Islands
- Fazit
Die Ringstraße - die schönsten Naturhighlights auf einer Route
Island ist wie gemacht für einen Roadtrip. Viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten liegen direkt an der berühmten Ringstraße, die einmal rund um die Insel führt. Dadurch lassen sich Wasserfälle, Vulkane, schwarze Strände und Geysire besonders einfach mit dem Auto oder Camper erreichen. Egal ob kurze Rundreise oder mehrere Wochen Abenteuer – auf Island wartet hinter fast jeder Kurve das nächste Naturhighlight. Doch auch abseits der Ringstraße bietet Island facettenreiche Sehenswürdigkeiten. Wir führen euch einmal durch die wichtigsten Highlights auf der Vulkan-Insel.
1. Reykjavík – Islands lebendige Hauptstadt
Für viele Reisende beginnt das Island-Abenteuer in Reykjavík. Die nördlichste Hauptstadt Europas verbindet moderne Architektur mit nordischem Charme, kleinen Cafés und einer kreativen Kulturszene.
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören:
- die Hallgrímskirkja (Ikonische Kirche im Nordischen Stil)
- die Konzerthalle Harpa
- der alte Hafen
- die Skólavörðustígur (die Regenbogenstraße führt direkt zur Hallgrímskirkja)
- die Sky Lagoon (Thermalbad geheizt von Islands geothermaler Energie)
Reykjavík eignet sich perfekt als Startpunkt für eine Rundreise entlang der Ringstraße.
2. Der Golden Circle - Island an einem Tag
Nur wenige Kilometer von Reykjavík entfernt startet die bekannteste Reiseroute Islands: der Golden Circle. Die Rundstrecke verbindet gleich mehrere Naturhighlights miteinander und eignet sich ideal als erster Tagesausflug. Du kannst die Route aber natürlich auch entspannter auf mehrere Tage aufteilen, je nachdem wie intensiv du die Natur rund um die Sehenswürdigkeiten erkundschaften möchtest.
Zu den wichtigsten Stopps zählen:
- der Nationalpark Þingvellir
- das Geothermalgebiet Haukadalur
- der aktive Geysir Strokkur
- der Wasserfall Gullfoss
Hier bekommst du bereits einen perfekten Eindruck von Islands Vulkan- und Wasserlandschaften.
3. Die Südküste Islands - vielseitige Landschaften
Die Südküste gehört zu den abwechslungsreichsten Regionen Islands und bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten auf kurzer Strecke. Gewaltige Wasserfälle treffen hier auf schwarze Sandstrände und riesige Gletscher.
Besonders beliebt sind:
- die Wasserfälle Seljalandsfoss & Skógafoss
- der Reynisfjara Beach und die Basaltsäulen
- beeindruckende Gletscherzungen
- facettenreiche Landschaften
Weiter entlang der Südküste wartet mit der Jökulsárlón Gletscherlagune eines der beeindruckendsten Naturwunder Islands. Riesige Eisberge treiben langsam durch das tiefblaue Wasser Richtung Atlantik.
Direkt daneben liegt der berühmte Diamond Beach, an dem glitzernde Eisstücke auf schwarzem Sand angespült werden. Besonders bei Sonnenaufgang entsteht hier eine einmalige Atmosphäre. Mit etwas Glück lassen sich in der Lagune sogar Robben beobachten.
4. Der Osten Islands – Fjorde, Wasserfälle und der Stuðlagil Canyon
Der Osten Islands gilt noch immer als Geheimtipp und begeistert mit ruhigen Fjorden, kleinen Fischerdörfern und spektakulären Landschaften abseits der großen Touristenströme. Besonders entlang der Küstenstraßen wechseln sich steile Berge, Wasserfälle und weite Ausblicke auf den Atlantik ab.
Eines der bekanntesten Highlights der Region ist der Stuðlagil Canyon. Die beeindruckende Schlucht mit ihren gewaltigen Basaltsäulen und dem türkisfarbenen Gletscherfluss zählt heute zu den schönsten Fotospots Islands. Besonders die Wanderung hinunter zum Canyon bietet spektakuläre Ausblicke auf die einzigartige Vulkanlandschaft.
Weitere Sehenswürdigkeiten im Osten Islands sind:
- die malerischen Ostfjorde
- kleine Fischerdörfer wie Seyðisfjörður
- zahlreiche Wasserfälle entlang der Küstenstraßen
- wilde Rentierherden in den Hochlandregionen
- beeindruckende Berglandschaften fernab großer Touristenmengen
Der Osten Islands eignet sich perfekt für alle, die Island etwas ruhiger und ursprünglicher erleben möchten.
5. Der Norden Islands und der Mývatn-See
Im Norden Islands verändert sich die Landschaft erneut komplett. Rund um den Mývatn-See erwarten dich bizarre Vulkanlandschaften, dampfende Schwefelfelder und heiße Quellen.
Zu den Highlights gehören:
- das Geothermalgebiet Námafjall
- die Lavaformationen Dimmuborgir
- der Krater Hverfjall
- die Mývatn Nature Baths
- der Goðafoss Wasserfall
Die Region wirkt in der Gegend häufig wie eine andere Welt.
6. Die Westfjorde - wenn die Einsamkeit ruft
Abseits der Ringstraße und dem Haupttourismus, warten die malerischen Westfjorde. Die Landschaft gehört zu den ursprünglichsten Regionen Islands. Dramatische Fjorde, steile Klippen und einsame Straßen machen die Gegend zu einem echten Geheimtipp.
Besonders sehenswert sind:
- der Wasserfall Dynjandi
- die Klippen von Látrabjarg
- abgelegene Fischerdörfer
- spektakuläre Küstenstraßen
Hier erlebst du Island oft noch ganz ohne große Menschenmengen.
7. Die Halbinsel Snæfellsnes - das "Mini Island"
Südlich der Westfjorde liegt die Snæfellsnes-Halbinsel, die oft als „Island im Kleinformat“ bezeichnet wird. Hier treffen Lavafelder, schwarze Strände, Berge und kleine Fischerdörfer aufeinander.
Das Wahrzeichen der Region ist der berühmte Berg Kirkjufell: einer der meistfotografierten Orte Islands. Außerdem kannst du hier archäologische Stätten besuchen (z.B. in Gufuskalavor) und die Vatnshellir-Höhle - eine der ältesten Lavahöhlen Islands - erforschen.
Wer wenig Zeit hat, bekommt auf Snæfellsnes auf jeden Fall einen hervorragenden Eindruck von der Vielfalt des Landes. Ansonsten bietet auch eine Tagestour durch den Snaefellsjökull-Nationalpark einen wunderbaren Einblick in verschiedene Landschaften.
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8. Landmannalaugar – Islands farbenfrohes Hochland
Zum Abschluss darf auch das Hochland nicht fehlen. Landmannalaugar begeistert mit bunten Rhyolithbergen, Lavafeldern und natürlichen heißen Quellen.
Die Region ist besonders bei Wanderern beliebt und Ausgangspunkt für den berühmten Laugavegur-Trek. Das Hochland ist allerdings nur im Sommer erreichbar und meist nur mit einem Allradfahrzeug zugänglich.
Wer Island von seiner wildesten Seite erleben möchte, findet hier eines der größten Abenteuer der Insel.
Islands Flora und Fauna
Island wirkt auf den ersten Blick oft karg und unbewohnbar, doch die Insel besitzt eine überraschend vielfältige Natur. Die Landschaft wurde über Jahrtausende von Vulkanen, Gletschern, geothermalen Aktivitäten und extremen Wetterbedingungen geformt. Genau diese Mischung macht Islands Flora und Fauna so besonders.
Flora
Die Pflanzenwelt Islands ist stark von vulkanischer Aktivität geprägt. Große Teile der Insel bestehen aus Lavafeldern, schwarzer Vulkanerde und weiten Hochlandregionen, in denen nur besonders robuste Pflanzen überleben können.
Typisch für Island sind:
- riesige Mooslandschaften auf alten Lavafeldern
- Flechten und Gräser in kargen Regionen
- kleine arktische Wildblumen im Sommer
- niedrige Birkenwälder und Sträucher
- grüne Täler entlang von Flüssen und Wasserfällen
Vor allem das berühmte Islandmoos prägt vielerorts das Landschaftsbild. Da Moose in Island extrem langsam wachsen, sollten markierte Wege niemals verlassen werden, um die empfindliche Natur zu schützen.
Bäume sind auf Island vergleichsweise selten. Viele Wälder verschwanden bereits vor Jahrhunderten durch Rodungen und das raue Klima. Heute wird jedoch in einigen Regionen wieder aufgeforstet.
Besonders im Sommer verändert sich die Landschaft deutlich: Zwischen schwarzen Lavafeldern, Gletschern und Vulkanen entstehen überraschend grüne Landschaften mit bunten Blüten und moosbedeckten Hügeln.
Fauna
Auch die Tierwelt Islands ist einzigartig. Da es auf der Insel kaum natürliche Feinde gibt, zeigen viele Tiere wenig Scheu gegenüber Menschen.
Zu den bekanntesten Tieren Islands gehören:
Islandpferde
Die robusten Islandpferde zählen zu den Wahrzeichen des Landes. Sie leben oft ganzjährig draußen und sind perfekt an das raue Klima angepasst. Besonders bekannt sind sie für ihre zusätzliche Gangart, den sogenannten Tölt.
Schafe
Im Sommer laufen auf Island mehrere hunderttausend Schafe frei durch die Landschaft. Vor allem entlang der Ringstraße begegnet man ihnen ständig – oft sogar mitten auf der Fahrbahn.
Papageitaucher und Vogelwelt
Die niedlichen Papageitaucher gehören zu den beliebtesten Tieren Islands. Zwischen Mai und August brüten sie an vielen Steilklippen, besonders in den Westfjorden oder im Süden der Insel. Neben den Papageitauchern leben hier aber noch unzählige Seevögel, arktische Vogelarten und Zugvögel.
Wale, Delfine und Robben
Island zählt zu den besten Orten Europas für Whale Watching. Vor allem im Norden rund um Húsavík lassen sich Buckelwale, Zwergwale, Orcas oder sogar Blauwale beobachten. Auch Delfine und Schweinswale sind häufig zu sehen. An vielen Küstenabschnitten lassen sich außerdem Robben beobachten.
Rentiere
Im Osten Islands leben wilde Rentiere, die ursprünglich aus Norwegen eingeführt wurden. Besonders im Winter ziehen sie aus dem Hochland in tiefere Regionen.
Polarfüchse
Der Polarfuchs ist das einzige ursprünglich heimische Landraubtier Islands. Er lebt vor allem in abgelegenen Küsten- und Hochlandregionen und ist perfekt an die arktischen Bedingungen angepasst.
Hinweis: Die Natur Islands ist so empfindlich wie sie einzigartig ist. Achte bitte deshalb darauf, sie bei deinen Abenteuern zu schützen und nicht unnötig zu beschädigen. Hinterlasse keinen Müll und gehe nicht unnötig weit abseits der markierten Wanderrouten. Zelte und Campe bitte auch nur dort, wo es offiziell erlaubt ist.
Weitere Besonderheiten Islands
Island ist nicht nur für seine spektakuläre Natur bekannt, sondern auch für viele besondere Traditionen, Naturphänomene und Eigenheiten, die das Land einzigartig machen.
Nordlichter
Eines der größten Highlights Islands sind die Nordlichter, auch Aurora Borealis genannt. Zwischen September und März tanzen bei klarem Himmel grüne, violette oder manchmal sogar rote Lichtschleier über den Nachthimmel.
Besonders gute Chancen auf Nordlichter hast du: fernab großer Städte, bei klarem Himmel, während dunkler Winternächte, im Norden oder Hochland Islands.
Der Glaube an Elfen und versteckte Wesen
In Island spielen Sagen und Mythen bis heute eine besondere Rolle. Viele Isländer glauben an sogenannte „Huldufólk“: versteckte Wesen oder Elfen, die in Felsen und Lavafeldern leben sollen.
Auch wenn nicht jeder den Geschichten glaubt, gehören sie fest zur Kultur des Landes. Immer wieder gibt es Berichte, dass Straßen oder Bauprojekte angepasst wurden, um angebliche Elfenfelsen nicht zu zerstören.
Vor allem die mystischen Lavafelder und Nebellandschaften Islands tragen dazu bei, dass diese Geschichten bis heute lebendig geblieben sind.
Extreme Lichtverhältnisse
Island liegt nahe des Polarkreises und erlebt dadurch extreme Unterschiede zwischen Sommer und Winter.
Im Sommer: geht die Sonne teilweise kaum unter und herrscht nahezu Mitternachtssonne. Besonders gut, wenn man lange Tagestouren plant.
Im Winter: gibt es nur wenige Stunden Tageslicht, es entstehen lange Dämmerungen und die Landschaften wirken besonders mystisch. Besonders geeignet, wenn man auf weniger Touristen stoßen, Gletscherhöhlen erkunden und Nordlichter beobachten möchte.
Die entspannte Lebensweise Islands
Island zählt zu den sichersten Ländern der Welt und ist bekannt für seine entspannte und naturverbundene Lebensweise. Durch die geringe Besiedelung des Landes leben viele Isländer fernab größerer Städte und genießen die Ruhe und Abgeschiedenheit der Natur. Viele Menschen verbringen ihre Freizeit draußen in der Natur, in Hot Pots oder lassen sich durch die besonderen Landschaften zu kreativen Arbeiten - wie Liedern, Malereien, Gedichten - inspirieren.
Die Nähe zur Natur ist auf Island überall spürbar und gehört für viele Reisende zu den beeindruckendsten Erfahrungen der gesamten Reise.
Fazit
Island begeistert mit einer einzigartigen Mischung aus spektakulärer Natur, faszinierenden Landschaften und besonderen kulturellen Eigenheiten. Dank der Ringstraße lassen sich viele Highlights der Insel unkompliziert entdecken: von gewaltigen Wasserfällen und Vulkanen über schwarze Strände bis hin zu Walen und Nordlichtern. Gleichzeitig machen die raue Natur, die entspannte Lebensweise und die mystischen Geschichten rund um Elfen und Lavafelder Island zu einem Reiseziel, das weit über klassische Sehenswürdigkeiten hinaus beeindruckt
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