Reisebericht USA - Teamreise
- 05.03.2026
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- Nele W.
Fünf Wochen waren wir mit dem Wohnmobil in den USA unterwegs. Ein Teil unseres Teams hat dabei viele Eindrücke sammeln dürfen. In diesem zweiten Teil unseres Reiseberichts setzen wir die Tour fort. Es geht weiter durch bekannte Nationalparks, vorbei an unterschiedlichen Landschaften und typischen Stationen einer USA-Reise. Wir berichten von unserem Alltag unterwegs, den Strecken, die wir gefahren sind, und den Orten, die wir besucht haben.
Der zweite Teil ...
Ein verdammt großer Canyon
Hinter uns liegt eine Woche Las Vegas und einige ereignisreiche und vor allen Dingen produktive Tage bei unseren Partnerfirmen. Nach dieser ereignisreichen Woche freuten wir uns alle auf die weiteren Nationalparks, die auf dem zweiten Teil unserer Reise auf uns warteten.
Direkt aus Vegas ging es für uns in den
Grand Canyon Nationalpark,
den vermutlich bekanntesten Park der USA. Wir hatten das Glück und konnten im Voraus 2 Stellplätze auf dem
Mather Campground
reservieren und haben somit
3 volle Tage im Grand Canyon
verbracht.
Leider hatten wir nicht ganz so Glück mit dem Wetter und hatten knapp 2 Tage Regen. Dementsprechend sind wir am ersten Tag
viel mit dem Shuttle Bus durch den Park
gefahren und haben uns das
Visitor Center und verschiedene Aussichtspunkte
angeschaut.
An unserem letzten Tag im Park kam die Sonne wieder zum Vorschein, sodass wir ideale Bedingungen zum Wandern hatten: Sonnig und dennoch nicht zu warm. Da wir den
Sonnenaufgang im Canyon
schauen wollten, hieß es: Im Halbschlaf noch die Schuhe schnüren und die Stirnlampe anwerfen, denn um 5 geht’s los zur Wanderung.
Den
South Kaibab Trail herunter
,
durch den Canyon
auf die andere Seite und
über den Bright Angel Trail wieder hinauf an den Rim
- so der Plan. Unterwegs hat sich Kolja jedoch überlegt, dass er gerne noch einen kleinen Umweg von knapp 10km laufen würde und hat es geschafft zwei weitere aus der Gruppe für seine Idee zu begeistern. So ging es für zwei am Bright Angel Trail direkt wieder hoch und die anderen drei sind noch
weitere 5 Kilometer hinuntergewandert zum Colorado-River, um dann den gesamten Canyon wieder hochwandern zu können.
⚠️
Hinweis:
Die Wanderung vom Rim zum Colorado River und wieder zurück an einem Tag gilt als sehr anspruchsvoll und wird generell nicht empfohlen. Entlang des Trails stehen zahlreiche Warnschilder, da Wasserquellen knapp sind und die Hitze - besonders im Sommer - schnell gefährlich werden kann. Wir hatten jedoch das Glück, unter idealen Bedingungen mit milden Temperaturen unterwegs zu sein. Zusätzlich hatten wir einen Wasserfilter dabei, sodass wir unterwegs auf Wasserquellen zugreifen konnten.
Pünktlich zum Sonnenuntergang haben die drei es wieder aus dem Canyon herausgeschafft, sodass wir alle gemeinsam den
Sonnenuntergang am Hopi Point
schauen konnten.
Auf die Pferde, fertig, los
Aus dem Grand Canyon ging es für uns weiter in den
Bryce Canyon Nationalpark.
Dort erwartete uns eines der Highlights, auf das sich ein Großteil der Gruppe bereits seit Monaten gefreut hatte. Wir hatten
3 volle Tage im Park.
An einem dieser Tage haben wir den Park nicht auf zwei, sondern auf vier Beinen erkundet, und zwar nicht auf unseren eigenen. Bereits im Voraus hatten wir eine
geführte Tour auf Pferden, oder genau genommen eher auf Maultieren gebucht.
Dementsprechend wurden wir
drei Stunden lang auf den Rücken unserer Maultiere
von einem Cowboy durch die
Hoodoo Landschaft
des Parkes geführt – ein Erlebnis, das wir vermutlich so schnell nicht wieder vergessen werden.
Die anderen beiden Tage haben wir wieder auf unseren eigenen zwei Beinen verbracht. Ein paar von uns hatten damit jedoch leicht zu kämpfen, da die 36km Wanderung aus dem Grand Canyon noch tief in den Knochen hing. Eine Wanderung über den
Navajo Loop
und den
Peek-a-boo-Loop
rein in den Canyon, durch die Hoodoo Landschaften, und über den
Queens Garden Trail
heraus, konnten wir uns dennoch nicht entgehen lassen.
Zwischen Wasser und Abgrund
Als letztes Ziel stand der
Zion Nationalpark
auf unserer Liste.
Da der
Campingplatz im Park während unserer Reise (Okt. 2025) wegen Renovierungsarbeiten geschlossen
war, verbrachten wir drei Nächte auf einem kleinen Campingplatz in der nahegelegenen
Stadt Springdale,
die an das Shuttlebus-System angebunden ist.
Innerhalb weniger Minuten waren wir im Park
und konnten dort unsere Wanderungen beginnen.
Für uns standen zwei ganz besondere Wanderungen auf dem Plan:
The Narrows und Angels Landing.
Da es für letztere einen
Pass aus einer Lotterie
braucht, den wir bisher nicht hatten, haben wir mit The Narrows begonnen. Dies ist eine
Wanderung durch einen Fluss
im Canyon, die man so lange gestalten kann, wie man möchte. Am Eingang des Parkes kann man dafür
Materialien ausleihen: Wasserschuhe, Stöcke, wasserfeste Latzhosen.
Die Abenteurer, die wir sind, haben wir das ganze ohne spezielles Material gemacht und sind in unseren eigenen Klamotten und Schuhen durchs Wasser gestampft - kann man machen, wird aber je nach Wetter an einigen Stellen ziemlich kalt.
Am Abend konnten wir dann noch Tickets für
Angels Landings
ergattern, sodass wir am nächsten Tag direkt die nächste Wanderung starten konnten, die zu den aufregendsten und gefährlichsten Wanderungen der USA zählt. Der letzte Teil der Wanderung ist ein technischer Part, der über den Grad des Berges bis hoch auf den Gipfel verläuft. Für genau diesen Part wird der
Permit benötigt, der bei uns auch zu Beginn dieses Teils kontrolliert wurde.
Der letzte Teil der Wanderung ist anspruchsvoll, aber dank Ketten und Geländer, an denen ihr euch festhalten könnt machbar. Die Aussichten auf das Tal belohnen den recht kurzen aber harten Anstieg.
Ein letztes Mal Las Vegas
Mit vielen neuen Eindrücken und schönen Momenten im Gepäck ging es dann wieder zurück nach Vegas, wo wir noch eine Nacht vor der Abgabe der Fahrzeuge verbrachten.
Die Rückgabe der Fahrzeuge:
Vor der Abgabe hieß es zunächst für alle: Koffer packen und den Camper aufräumen. Wichtig ist dabei, den
Abwassertank zu leeren sowie Gas und Benzin wieder aufzufüllen.
Die eigentliche Rückgabe geht dann überraschend schnell. Zuerst räumt ihr euer persönliches Gepäck aus dem Camper. Kissen, Bettdecken, Handtücher und die Campingstühle werden anschließend in dafür vorgesehene Container gelegt. Übrig gebliebenes Essen oder Campingmaterial könnt ihr in ein Selbstbedienungsregal für andere Kunden stellen.
Danach geht ein Teammitglied des Vermieters einmal gemeinsam mit euch durch den Camper, um den Zustand zu prüfen und mögliche Schäden zu dokumentieren. Anschließend unterschreibt ihr im Depot die Rückgabe und es werden - falls angefallen - noch Generator-Nutzung oder zusätzliche gefahrene Meilen abgerechnet.
Vom Depot aus ging es für uns schließlich zurück zum Flughafen und für jeden von uns in unterschiedliche Richtungen nach Hause. ✈️